Südafrika

Januar 9, 2019 - Lesezeit: 16 Minuten

Ein kleiner Reisebericht "Naturparadies Südafrika"

Ende September 2018 begab ich mich auf die Reise nach Südafrika. Von Berlin ging es nach Frankfurt, und von dort flog ich nach Johannisburg. Nach einem Nachtflug traf ich meine kleine Reisegruppe.

HAZYVIEW

Wir fuhren mit dem Bus in Richtung Osten nach Hazyview direkt vor den Toren des Krüger Nationalparks. Dort erlebte ich auch gleich meine erste Pirschfahrt im offenen Geländefahrzeug. Gleich nach den ersten drei Stunden waren die Big Five im Kasten, das war sensationell. Unser erfahrener Ranger kannte sich sehr gut aus.

Fotogalerie 1


Am nächsten Tag folgten mehrere landschaftliche Höhepunkte, z.B. Blyde-River-Canon oder Wasserfälle über dem Trauer- und Freudenfluss. Weiterhin besuchten wir das ehemalige Goldgräberstädtchen Pilgrim's Rest und fühlten uns wie in einer Filmkulisse.
Unsere Unterkunft befand sich direkt am Sabi-River. Dort badeten ca. 40 Nilpferde, und wir konnten diese Tiere aus nächster Nähe beobachten. Nachts hörte man ihr Grunzen; in Südafrika begann der Frühsommer und es war gerade Paarungszeit.



SWAZILAND

Unsere Reise führte uns nun ins Swaziland, das afrikanische Land mit der niedrigsten Kriminalitätsrate.

Vor dem Passieren des Mkhaya Game Reserves stiegen wir mit bereits reduziertem Gepäck in offene Geländefahrzeuge um. Kaum hatten wir das Tor zum Gelände passiert, empfing uns schon das erste tierische Begrüßungskommitee, nämlich ein Leguan und eine Black Mama, die giftigste Schlange Afrikas, die ich wirklich schwarz ist, sondern silbergrau.

Auf dem Gamedrive sahen wir verschiedene Nashörner, Giraffenfamilien, Krokodile, Warzenschweine und noch weitere Tiere.



Abends hatten wir ein wunderbares Abendessen und saßen anschließend am Feuer, während einige Swazifrauen Tänze aufführten.

Danach ging es im Patroleumschein in unsere offenen Häuser, die inzwischen ebenfalls mit Petroleumlampen bestückt worden waren. Das war zauberhaft romantisch.

Nachts sausten die Flughunde durch mein Haus und die Bushbabys (kleine Affen) feierten Party auf dem Dach. Da wurde der Schlaf natürlich immer wieder unterbrochen durch die sehr interessanten Geräusche, aber diese Erfahrung war es wert.



5 Uhr wurde ich mit Kaffee geweckt und sodann ging es auf einen weiteren Gamedrive mit vielen schönen Sichtungen.

Nun stand die Weiterfahrt ins Land der Zulus an, wir waren eingeladen zum Mittagessen bei Katy Cameron auf ihrem kolonialen Anwesen.

HLUHLUWE im KwaZulu Natal

Nun fuhren wir nach Hluhluwe (sprich Schluschluhe) - das bedeutet übrigens "Sporn des Hahns". Uns empfing erst einmal ein zünftiges Sommergewitter und Sturm. Als sich dieser gelegt hatte, konnten wir die Schönheit der Gegend und der Natur betrachten. Überall gab es Bäume voller Nester der Maskenwebervögel, die gerade im Frühlingsrausch waren. Tagsüber waren es im September bereits 30 Grad.

Im Land der Zulus hatten wir erneut eine ganztägige Fahrt mit dem Geländefahrzeug, sahen wieder viele Tiere und erfreuten uns an der wunderbaren Landschaft. Ein Nashorn kam uns - freilich in seinem Hoheitsgebiet - sehr nahe und untersuchte unser Geländefahrzeug, hob es mit seinem starken, spitzen Horn kurz an einer Ecke an. Der Reiseleiter, der neben dem Ranger saß, schaute nur kurz nach hinten zu uns und rief: "keine Bange, das kommt ab und zu mal vor", wischte sich aber danach erst mal den Schweiß ab. Ich befürchtete schon, wir würden umkippen!



Am nächsten Tag unternahmen wir eine Exkursion zu den Zulus, die uns ihre Geschichte erzählten und Tänze zeigten.

Der König dieser Zulugemeinschaft wählte mich zur neuen Sangoma aus, das ist die Medizinfrau und Heilerin der Zulus. Nur dem Verhandlungsgeschick des Reiseleiter war es zu verdanken, dass ich mit den anderen weiterreichen durfte.




Sodann stand ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm: Bootsfahrt im Wetland-Park, das Gewässer ist Heimat für 2000 Krokodile und viele Nilpferde. Davon sahen wir reichlich.



DURBAN

Auf der Durchreise nach Durban hatten wir eine Übernachtung in einem Beachhotel mit bezauberndem Ausblick auf den Indischen Ozean. Wir wohnten an der sog. Golden Mile.

Ein großer Teil der Bevölkerung ist indischer Herkunft, so besuchten wir am nächsten Vormittag den indischen Markt und hatten eine sachkundige Einführung in die Welt der Gewürze, insbesondere ging es um Curry. Eingedeckt mit duftenden Gewürzen ging es zum Flughafen Durban, und Flysafari flog uns zum Eastern Cap nach Port Elisabeth. Dort wartete ein Bus auf uns, der uns nach Addo fuhr. Wir checkten ein in ein vorzügliches Gästehaus. Nun stand eine Nachtsafari im Addo Nationalpark an.

Die Nachtsafari war großartig, wir sahen eine Puffotter, die gern in unser Safarifahrzeug gekrochen wäre, Elefantenherden, Löwen, Büffel und Hyänen. Wir könnten mit großer Spannung beobachten, wie Hyänen zum Angriff auf Zebras übergingen und daraufhin von Elefanten vertrieben wurden.

Zurück in unserem Gästehaus konnten wir ein vorzügliches Menü genießen.


GARDENROUTE

Nun begaben wir uns auf die Gardenroute, die sich von Port Elisabeth bis Kapstadt erstreckt. Man fährt in Sichtnähe parallel an der Küste des Indischen Ozeans entlang inmitten atemberaubend schöner Natur. Immer sahen wir türkisblaue Buchten, eingerahmt in schöne Landschaften.

Fotogalerie 2

Wir unternahmen eine Küstenwanderung an der Küste im Tsitsikamma Nationalpark. In dieser Region befindet man sich im Regenwald Südafrikas. Das Wetter war ganz anders, als wir dies in den letzten Tagen gewohnt waren, nämlich ca. 18 Grad. Sonne/Regen wechselten sich ab.



Wir sind beseelt von der Schönheit der Gegend, werden jedoch schon wieder von den Warnungen des Reiseleiters aus den Gedanken gerissen. Er warnt und warnt: vor Haien, die sich in den Buchten tummeln, vor gefährlichen Schlangen, die sich in der Landschaft befinden.


Wale in Sicht!

Auf unserer 6-stündigen Wanderung über den St. Blaze Trail, ein Wanderweg direkt an der Steilküste entlang, sahen wir mehrere Wale in der Ferne. Wir entdeckten viele blühende interessante Pflanzen, waren sehr beeindruckt vom Farbspiel des Ozeans sowie der Felslandschaft.

Die Kapcobras haben uns sicher wahrgenommen, blieben zum Glück in ihren Verstecken. Beim Picknick auf dem Felsen schauten die Klippschliefer verdutzt ihren Gästen zu. Alles in allem ein spektakuläres Erlebnis heute, welches wir nach der Rückkehr mit einem frisch gezapften Craftbeer krönten.



Am späten Nachmittag schauten wir noch am Santos-Beach vorbei.

Heute unternahmen wir eine Exkursion nach Oudtshoorn und fuhren mit dem Bus in Richtung Norden über den Robinsonpass in die Kleine Karoo, eine Halbwüste in der Hochebene Südafrikas. In der Kleinen Karoo hatte es in den letzten Tagen geregnet, sodass wir eine blühende Wüstenlandschaft bewundern konnten.

Wir besuchten die Cango Caves, die größte Tropfsteinhöhle der Welt. Die Höhle ist völlig trocken, da sie sich im Inneren eines Berges befindet, und zwar oberhalb der Erdoberfläche.


Danach aßen wir zu Mittag in der Straußenfarm, natürlich Steak vom Strauß. Anschließend besichtigten wir den Betrieb und waren beeindruckt von der Größe und Schnelligkeit der Tiere. Diese werden in Südafrika oft auch auf Gehöften statt Hunden gehalten, ihnen kommt niemand freiwillig zu nahe.



Nun verließen wir die schöne Mossel Bay (Muschel Bucht). Unsere ostindische Reisegesellschaft setzte ihre kräftezehrende Reise in Richtung Cape Town fort. Wir durchquerten die Kornkammer Südafrikas, sahen weite, schöne Landschaften, die vom Gebirge umrahmt waren.

Unterwegs sahen wir Blue Crain's, blaue Kraniche - das Wappentier Südafrikas. Immer wieder säumten auch Baboons (Paviane) die Straße.

Wir fuhren an der Küste entlang, passierten das Cape Algulha, die südlichste Spitze Südafrikas. Hier treffen Indischer Ozean und Atlantik zusammen. An dieser Stelle werden oft Seefahrer überrascht, weil hier die Kompassnadel auf Süd zeigt, also um 180 Grad verkehrt herum. Das hat manchen portugiesischen Seefahrer in früheren Jahren durcheinander gebracht.

Kaum angekommen in unserem direkt an der Küste gelegenen Hotel, sahen wir bereits die ersten Wale. Wir waren wieder überwältigt von der Schönheit der Gegend.

Was für ein Tag!

Zu ziemlich unchristlicher Zeit haben wir uns aus den Betten gestemmt, was tut man sich im Urlaub eigentlich alles an.. Es war jedenfalls noch nicht einmal 5 Uhr. Mit Frühstückspaketen ausgerüstet saßen wir kurz nach 5 im Bus und steuerten den Hafen an, um auf eine Katamaran-Fahrt zwecks Walbeobachtung zu gehen. Zunächst mussten wir an einem Briefing teilnehmen, da ahnten wir schon, dass das keine Kaffeefahrt wird.

Sodann mussten wir Ölzeug (Latzhose, Jacke und Schwimmweste) anziehen, obwohl wir bereits alles an hatten, was der Koffer hergibt. Denn die Reiseleitung hatte bereits wieder eindringlich gewarnt, dass es stürmisch werden könnte.

Am Hafen schwangen wir uns sodann auf den zweistöckigen Katamaran. Die fitteren Reiseteilnehmer erklommen gleich die obere Etage, die anderen blieben unten. Ich war also oben. Als das Boot den Hafen verlassen hatte, ahnten wir bereits, dass es ganz gut war, dass wir das Ölzeug trugen. Die Wellen ergossen sich über das Boot, wir wurden ordentlich nass. Mich hob es bei jeder Welle aus dem Sitz, mein Sitznachbar verhinderte meine Rolle rückwärts.

Zum Glück wurde niemand seekrank. Wir wurden bald entschädigt für diese Strapazen, steuerten Dyer Island an. Dort konnten wir Pinguine und Robben beobachten.

Auf der Fahrt in verschiedene Buchten passierten wir ein Boot mit Teilnehmern, die sich für das Shark-Diving (Hai-Tauchen) entschieden hatten. Um dieses Boot kreisten fünf Haie.



Nun kamen wir zum eigentlichen Ziel der Fahrt: ins Kinderzimmer der Wale. Und es dauerte nicht lange, bis die ersten Exemplare direkt vor unserem Boot auftauchten, mehrere Walmütter mit Walkindern. Das war spektakulär! Wir hätten niemals gedacht, dass wir den Walen so nah kommen würden, es war wunderbar.



Nach diesem schönen Programmpunkt setzten wir die Fahrt fort mit dem Ziel Stony Point bei Betty's Bay. Dort erlebten wir das nächste Highlight, nämlich viele Pinguine, die dort in einem Naturreservat leben. Sie waren sehr putzig anzusehen.



Nun nahmen wir Kurs auf Kapstadt entlang der wohl schönsten Küstenroute der Welt. Hinter jeder Kurve verbargen sich erneut schöne Küstenabschnitte. Von weitem sahen wir bereits den Tafelberg.. und zwar ohne "Tischtuch", wohl eher eine Seltenheit.

Unsere Reiseleitung gab sodann bekannt: Wir werden noch heute den Tafelberg erklimmen! Diese Gelegenheit der Aussicht wollten wir nicht verpassen.

CAPE TOWN - KAPSTADT

An diesem Tag mit den mega Erlebnissen sollten wir also noch einen weiteren Höhepunkt erleben. Die Eintrittskarten hatte unser Reiseleiter bereits vorab besorgt, so dauerte es gar nicht lange, bis wir bereits an der Seilbahn standen. Hinauf ging es in einer Gondel, die teilweise offene Fenster besitzt und einen drehbaren Fußboden. So kann jeder Gast während der Fahrt einen Rundumblick genießen.



Oben auf dem Hochplateau war die Sicht grandios. Es gab mehrere Rundwege. Auch Flora und Fauna sind sehr sehenswert.

Am Abend waren wir wieder an der Waterfront und sind Riesenrad gefahren, das war ein grandioser Ausblick.



Kap der guten Hoffnung

Unsere heutige Exkursion führte uns ans Cape of Hope - Kap der guten Hoffnung, früher Kap der Stürme genannt. Eigentlich herrschen dort sehr windig Verhältnisse. Wir hatten aber das seltene Glück einer Hitzeperiode in Kapstadt. So konnten wir eine ausgedehnte Wanderung zum neuen Leuchtturm unternehmen. Dieser Leuchtturm hat die stärkste Leuchtkraft, die ein solches Gebäude aufweisen kann. Es herrschen schließlich auch besondere Meeresströmungen, da ganz in der Nähe Atlantik und Indischer Ozean aufeinandertreffen. Vor dem Kap gibt es auch einige Miniinseln und Gestein, sodass das Kap für die Seefahrer wohl mit die größte Herausforderung darstellt.




Auf dem Rückweg vom neuen besuchten wir den alten Leuchtturm. An den Wegen saßen Bamboos, die an unseren Sachen zupften, um etwas Essbares zu ergattern. Davor hat uns die Reiseleitung jedoch eindringlich gewarnt. Wir sollten mit den recht großen Pavianen möglichst keinen Streit bezüglich der Besitzverhältnisse anfangen. Sie haben sehr große Zähne!

Nun setzten wir unsere Wanderung entlang der Steilküste oberhalb des Dias Beach. Ein Traumstrand wie von der Postkarte! Aber wegen den Strömungsverhältnissen ist das Baden dort leider nicht zu empfehlen.


Wir erklommen die Felslandschaft bis zum obersten Punkt und nach dem Abstieg war erst einmal Fotosession angesagt am legendären Cape of Hope-Schild.



Anschließend hatten wir Kap-Taufe und unsere Reiseleitung überraschte uns mit einem Brandy.

Das war wieder ein genialer Tag!

Und jetzt wird es langsam Zeit, an den Abschied von diesem tollen Land zu denken, wir sind jetzt schon wehmütig.

Nach einem schönen Abend im Cafe Afrika musste ich mich leider von Südafrika verabschieden und auch von ganz liebenswerten Mitreisenden. Aber ich bin jetzt vom Afrika-Virus infiziert!
Ich komme ganz bestimmt wieder!

Von Kapstadt über Johannesburg flog ich in der Nacht zurück nach Frankfurt.

By by Südafrika


Portugal - Porto

Januar 9, 2019 - Lesezeit: ~1 Minute

Wenn Ihr mal wieder eine kleine Auszeit benötigt, ist Porto - die zweitgrößte Stadt Portugals - ein tolles Ziel, welches in knapp 4 h Flugzeit von Berlin zu erreichen ist. Dort könnt Ihr durch die malerische Altstadt mit ihren gekachelten Häuserfassaden schlendern, kunstvoll gestaltete Kirchen und andere Bauwerke bestaunen, Euch mit dem berühmten Portwein und leckeren typisch portugiesischen Spezialitäten verwöhnen lassen und zwischendurch einen schönen Ausflug zum Atlantik unternehmen. Auf dem Foto seht Ihr den Blick vom Ufer des Flusses Duoro.


Über mich

Mein Name ist Doreen Schmidt, ich wohne in Berlin und bin in meiner Freizeit vielseitig vernetzt. Ich liebe die Natur, fotografiere leidenschaftlich gern, verlasse das Haus nur selten ohne Kamera, aufgeladene Akkus, Speicherkarten und Kaffee. Ich lade Euch ein, mir auf meinen Ausflügen und Reisen zu folgen und schöne Fotos anzuschauen. Diese Seite ist ein rein privater Internetauftritt und dient der Information für Familie, Verwandte, Freunde und alle Interessierte. Ich verkaufe nichts und biete keine Dienstleistungen an.

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